Kirchner, Lea Marie (2025)
Mensch und Computer 2025 - Workshopband 2025.
DOI: 10.18420/muc2025-mci-src-278
Diese Studie untersucht den Einsatz von Virtual Reality (VR) zur Verbesserung von Erste-Hilfe-Kompetenzen. In einem immersiven VR-Training wurden realitätsnahe Notfallszenarien – etwa stark blutende Wunden oder Brandverletzungen – simuliert, um prozedurales Wissen, Selbstwirksamkeit und Transferfähigkeit der Teilnehmenden zu fördern. Die Teilnehmenden durchliefen vor und nach dem VR-Training standardisierte Tests und Fragebögen, um Veränderungen im Wissen, der Selbstwirksamkeit und der Transferfähigkeit systematisch zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen signifikante Lernzuwächse in allen Bereichen – insbesondere ein gestärktes Vertrauen in das eigene Handeln sowie eine höhere Sicherheit im Umgang mit nicht direkt trainierten Szenarien. Die hohe Immersion wurde von den Teilnehmenden als realitätsnah empfunden und trug zur emotionalen Aktivierung und nachhaltigen Verankerung des Gelernten bei. Damit liefert die Arbeit einen fundierten empirischen Nachweis, dass VR-gestütztes Training eine effektive und praxisnahe Ergänzung zu klassischen Erste-Hilfe-Kursen darstellt – insbesondere zur Auffrischung und für Zielgruppen mit hohem Trainingsbedarf.
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