Hintergrund
Extremwetterereignisse wie Starkniederschläge und Hochwasser nehmen infolge des Klimawandels in Europa deutlich zu. Die Hochwasserereignisse der letzten Jahre haben gezeigt, dass klassische, pegelbasierte Vorhersagesysteme häufig nicht ausreichen, um den Katastrophenschutz rechtzeitig und zielgerichtet zu unterstützen.
Neben der reinen Vorhersage von Wasserständen und Abflüssen besteht ein wachsender Bedarf an risiko- und konsequenzenbasierten Informationen, die konkrete Auswirkungen auf Bevölkerung, kritische Infrastrukturen und Einsatzmaßnahmen beschreiben.
Insbesondere in grenzüberschreitenden und international geprägten Regionen sind robuste wissenschaftliche Konzepte, moderne Datengrundlagen und eine enge Verzahnung von Hochwasservorhersage und Katastrophenmanagement erforderlich. Vor diesem Hintergrund wurde das deutsch-ukrainische Projekt RiFFER-EU initiiert.
Zielsetzung
Ziel von RiFFER-EU ist die wissenschaftliche Entwicklung und konzeptionelle Vorbereitung einer risikobasierten Hochwasservorhersage als Entscheidungsgrundlage für den Katastrophenschutz.
Im Fokus stehen:
Langfristig soll RiFFER-EU die Grundlage für weiterführende europäische Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Hochwasserrisikomanagement schaffen.
Vorhaben
Zur Erreichung dieser Ziele werden im Projekt unter Leitung und wissenschaftlicher Beteiligung der Hochschule Hof (INWA) folgende Maßnahmen umgesetzt:
Rolle Hochschule Hof (INWA)
inwa spielt eine wichtige wissenschaftliche und koordinierende Rolle im Projekt und ist verantwortlich für:
- die wissenschaftliche und methodische Ausarbeitung von Ansätzen für die risikobasierte Hochwasservorhersage,
- die Analyse und Bewertung von hydrometeorologischen Daten und Messnetzen,
- die Entwicklung von Konzepten zur Integration von Vorhersagen in Katastrophenmanagementprozesse,
- die Koordination der Forschung und des Wissensaustauschs zwischen deutschen und ukrainischen Partnern.
Dank der langjährigen Erfahrung von inwa in den Bereichen nachhaltige Wassersysteme, Digitalisierung und angewandte Forschung leistet die Hochschule Hof einen wesentlichen Beitrag zur wissenschaftlichen Grundlage des Projekts und zur Vorbereitung weiterer europäischer Forschungsinitiativen.